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Ufhoven. Vorsichtig kurvt der
Transporterfahrer um den Kreisel,
tritt auf die Bremse und
bleibt stehen. Hinter ihm
kommt der Verkehr zum Erliegen.
Doch keiner der Fahrer
hupt. Alle schauen gebannt
durch die Frontscheibe auf das
Spektakel, das sich wenige Meter
vor ihnen abspielt.
Mit geballter Kraft ziehen am
Kirchplatz kräftige junge Männer
und auch ein paar Mädels
an Stricken, stemmen sich gegen
einen Stamm, stellen eine
Leiter als Stütze unter. Nach
wenigen Sekunden ist es geschafft:
Der prächtig geschmückte
Maibaum rutscht in
seine Hülse, und der Verkehr
kann wieder rollen.
Zuvor bekommt die Kirmesgesellschaft
aber noch ein paar
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anerkennend in die Höhe gereckte
Daumen gezeigt. Das
freut die Aktiven um Kirmesvereinschef
Christian Rang.
Denn es ist das erste Mal, dass
sie ein Maienfest ausrichten.
„Ein Maibaum stand auch noch
nie in Ufhoven“, fand Christian
Rang heraus.
Die Idee, eine Art Frühlingsfest
zu veranstalten, hatte die
Kirmesgesellschaft schon lange.
Richtig spruchreif wurde das
Vorhaben aber erst, als die Kirmes
im vergangenen Jahr wegen
eines Trauerfalls abgesagt wurde.
„Einige Programmpunkte,
die wir damals schon vorbereitet
hatten, haben wir übernommen.
Aber natürlich kam auch
Neues hinzu“, sagt Rang.
Ein Vierteljahr brauchten die
Vorbereitungen, gefeiert wurde |
ab Freitagabend. Am Samstag
schließlich setzen die Aktiven
den Maibaum, den sie zuvor aus
dem Wald geholt hatten. Die
Thüringer Kirmesmusikanten
blasen das Fest an.
Auch viele Ufhover kommen,
um das Spektakel zu verfolgen.
Bei Kaffee und selbst gebackenem
Kuchen lassen sie es sich
gut gehen. Abends spielt dann
die Raimund-Schmidt-Band
zum Tanz auf.
Gefeiert wird auch noch am
heutigen Montag. Ab 14 Uhr
sind die Jüngsten zum Kindertanz
willkommen, ab 20 Uhr
wird im Festzelt die Walpurgisnacht
gefeiert.
Das Maienfest soll nun in Ufhoven
zur Tradition werden −
ebenso wie die Kirmes, die immer
im Herbst stattfindet. |